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BOOMBOOKS NEWS


Mit Lust am Experimentieren stellt sich Boombooks den Bergen der „Gutenberg-Galaxis“ unerschrocken entgegen. Warum tut Boombooks das?

Boombooks ist ein Verlag, der seinen Schwerpunkt auf die Verbindung aus Lyrik und Kunst legt. Neben handgebundenen Exemplaren finden sich bei uns auch hochwertige Kunstbücher, Kunstdrucke und Ausstellungskataloge mit meist unkonventionellem und experimentellem Charakter. Der Verlag hat es sich zum Ziel gesetzt vor allem junge und unbekannte Autoren und Künstler zu fördern und ihnen ein Sprachrohr für ihre anspruchsvollen Arbeiten zu geben.

Vielleicht weil sich Boombooks nicht nur als Verlag sieht, sondern als Möglichkeit medialer Selbstständigkeit in einer Welt kapitalorientiertem Überangebots.

Boombooks bringt keine Verlagsvorschau heraus, sondern eine Rückschau, um Neuerscheinungen und Veränderungen aufzuzeigen. Das ermöglicht es uns vom Räderwerk des Marktes unabhängig zu agieren. Unsere Bücher werden dann veröffentlicht, wenn ihre Zeit gekommen ist. In diesem Sinne legen wir in erster Linie Wert auf die inhaltlichen und gestalterischen Qualitäten unserer Bücher.

Aus dem anhaltenden Scheitern utopischer Ideale lernend, wollen wir keine Gegenutopie entwerfen, sondern in erster Linie ein bestehendes kulturelles Netzwerk stärken, das zu einem Gros aus jungen und unbekannten Autoren, Künstlern, Musikern, Geisteswissenschaftlern und Kulturaktivisten besteht; dabei aber immer auch den Dialog mit den erfahreneren Generationen aufrechterhält.

Neben aufwendigen Kunstbüchern, -katalogen und Lyrikbänden entstehen bei Boombooks auch selbstgebundene Werke, die das traditionelle Buchbinderhandwerk in die moderne Zeit zurückholt und unter heutigen Aspekten neu interpretiert. Dabei ist ein großer Spielraum für Kreativität eröffnet, der zu einem gewissen Maße auch die positiven Aspekte des Dilettantismus hervorheben soll, nämlich das Vergnügen und die Leidenschaft, die sich über den Anspruch an handwerkliche Perfektion erhebt. Somit schaffen wir Bücher mit Persönlichkeit und Unikatcharakter und einem leichten Hauch von Punkrock.

Aus einer nihilistischen Weltsicht gekommen suchen wir wieder nach Inhalten in einer interessenlos gewordenen Gesellschaft. Nietzsche folgend kann uns nur noch der Sinnspruch „Nichts ist wahr, alles ist erlaubt“ vor der Umwertung aller Werte retten, die schließlich nur im Niedergang der Kultur enden kann. Werte sind immer relativistisch und perspektivisch auf ein Herrschaftsgebilde ausgerichtet, doch was ist, wenn man dieses Herrschaftsgebilde durch eine Hierarchienlosigkeit aufbricht?

Unsere Editionen stehen gleichberechtigt nebeneinander und werden von drei unterschiedlichen Personen gepflegt und verwaltet. Wir verstehen uns nicht als kapitalorientierte Geschäftsmänner, sondern als Aktivisten und Koordinatoren. Wir vergeben Chancen zur Veröffentlichung ohne die ein Autor keinen langanhaltenden Bestand haben kann. Wir agieren unabhängig voneinander aber auch miteinander.

Das Symbol der Bombe steht vielleicht für die Verdrängung kultureller Inhalte und Werte, die ihre verheerende Wirkung erst später aufzeigen wird. Vielleicht zeigt es aber gerade auch das Unvermögen an, bestehende gesellschaftliche Strukturen zu verändern. Gewissermaßen steht sie deshalb auch für die Konfrontation mit der Realität, mit dem Anderen, das in unsere behütete Realität Einzug hält und mit der wir erst lernen müssen umzugehen, ohne unseren eigenen Wertvorstellungen zu entsagen. Somit ist Boombooks ist erster Linie selbst ein Experiment, ein Versuch und zugleich ein Zustand.

„Dichten ist keine Tätigkeit, sondern ein Zustand.‘‘ (Robert Musil)

„Sie dürfen die äußeren Erfolge, die wir mit Ihren Büchern erzielen, nicht als Maßstab der Arbeit, die wir an den Vertrieb wenden, nehmen. Sie und wir wissen, daß es gemeinhin gerade die besten und wertvollsten Dinge sind, die ihr Echo nicht sofort, sondern erst später finden, und wir haben noch den Glauben an die deutschen Leserschichten, daß sie einmal die Aufnahmefähigkeit haben werden, die diese Bücher verdienen.“
(Kurt Wolff an Franz Kafka)

 

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